KitzelKater

Ein Nachmittag im Schwimmbad

✍️ VaVo
"Im warmen Freibad wird aus spielerischem Necken ein intensiver, lustiger Kitzelmoment."
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Gefesselt:Nein

Das Schwimmbad war an diesem Nachmittag voll, aber nicht überfüllt. Genau richtig. Überall lag dieses typische Sommergeräusch in der Luft: helles Lachen, das Klatschen von Wasser, das dumpfe Echo von Schritten auf nassen Fliesen und dazwischen das Pfeifen des Bademeisters, wenn irgendein Kind wieder zu dicht an den Beckenrand sprang. Es roch nach Chlor, Sonnencreme und heißen Pommes von dem kleinen Kiosk neben der Liegewiese.

Ich saß auf dem Rand eines flachen Beckens und ließ die Füße ins Wasser hängen, als ich sie kommen sah.

Mara.

Sie ging barfuß über die warmen Platten, langsam und mit diesem selbstverständlichen Schwung in der Hüfte, den manche Menschen gar nicht zu bemerken scheinen, obwohl er jeden Blick auf sich zieht. Ihr dunkles Haar war noch leicht feucht, und der blaue Bikini passte so gut zu ihr, als wäre er nur für diesen Tag gemacht worden. An einer Schulter hing ein Handtuch, in der anderen Hand hielt sie zwei Eis am Stiel.

„Du siehst aus, als hättest du seit einer Stunde denselben Fleck Wasser angestarrt“, sagte sie und blieb vor mir stehen.

„Ich habe nachgedacht.“

„Das ist gefährlich.“

Ich grinste und nahm ihr das Eis ab, das sie mir hinhielt. „Danke.“

Sie setzte sich neben mich, so nah, dass unsere Oberarme sich kurz berührten. „Worüber hast du nachgedacht?“

Ich packte das Eis aus. „Ob du heute wieder so frech bist wie sonst.“

Sie lachte leise. „Heute? Ich bin immer frech. Du bist nur manchmal zu langsam, um es zu merken.“

Das war typisch Mara. Nie wirklich gemein, aber ständig herausfordernd. Sie redete, als würde sie einen dauernd anstubsen. Mit Worten, mit Blicken, mit diesem kleinen schiefen Lächeln, das fast immer Ärger versprach.

Wir saßen eine Weile da, aßen unser Eis und beobachteten die Leute im Wasser. Mara erzählte von einer Kollegin, die sich für den Sommer eine aufblasbare Flamingo-Insel gekauft hatte und überzeugt war, damit elegant im See treiben zu können. Ich hörte halb zu und halb auf ihren Tonfall. Sie sprach schnell, lebendig, gestikulierte viel, und jedes Mal, wenn sie lachte, hob sie kurz die Schultern an, als könnte sie die gute Laune körperlich nicht ganz bei sich behalten.

Irgendwann stieß sie mir mit dem Ellenbogen in die Seite. „Du hörst mir gar nicht richtig zu.“

„Doch.“

„Dann wiederhol, was ich gesagt habe.“

„Irgendwas mit einem Flamingo und einem dramatischen Untergang.“

Sie schnaubte und schüttelte den Kopf. „Unverschämt.“

„Treffer also.“

Sie verdrehte die Augen. Dann drehte sie sich ein Stück zu mir und musterte mich. „Weißt du, was dein Problem ist?“

„Dass ich zu charmant bin?“

„Dass du immer glaubst, du hättest die Kontrolle.“

„Und du glaubst, ich habe sie nicht?“

Mara leckte den letzten Rest von ihrem Eis und stand dann auf. „Komm mit.“

„Wohin?“

„Ins Nichtschwimmerbecken. Oder hast du Angst?“

„Vor dir?“

Sie beugte sich ein kleines Stück vor. „Das solltest du vielleicht.“

Ich stand auf, warf die Holzstäbchen in den Mülleimer und folgte ihr. Das Wasser im flachen Becken war warm von der Sonne. Als wir hineingingen, reichte es uns erst bis zu den Knöcheln, dann bis zu den Waden. Mara spritzte mir ohne Vorwarnung Wasser ins Gesicht.

„Sehr erwachsen“, sagte ich und wischte mir die Augen trocken.

„Danke.“

Ich ging auf sie zu, und sie wich lachend zurück. Ein paar Sekunden lang war es nur ein albernes Hin und Her. Sie spritzte, ich spritzte zurück, sie duckte sich, tauchte halb unter und kam prustend wieder hoch. Dann packte sie meine Handgelenke, nur kurz, eher aus Reflex als aus ernsthaftem Versuch, mich festzuhalten.

„Na los“, sagte sie. „Zeig, was du kannst.“

„Bist du sicher, dass du das sagen willst?“

„Sehr.“

Also tat ich das Erstbeste, das mir einfiel: Ich nahm sie an den Seiten.

Nur ganz kurz. Zwei schnelle Griffe an ihre Rippen.

Mara riss sofort scharf die Luft ein und zuckte zusammen. „Nein!“

Das eine Wort kam so schnell und überrascht, dass ich direkt grinste. Nicht weil sie litt, sondern weil in ihrer Stimme auf einmal etwas völlig anderes lag als vorher. Keine Schlagfertigkeit, kein neckender Ton. Nur diese unmittelbare Reaktion.

„Oh“, sagte ich. „Da haben wir also eine Schwachstelle.“

„Haben wir nicht“, sagte sie viel zu hastig.

Ich hob nur die Brauen.

Sie machte einen Schritt zurück. „Gar nicht.“

„Mara.“

„Nein.“

„Du bist kitzlig.“

„Bin ich nicht.“

Ich ging einen Schritt vor, sie einen zurück. Das Wasser schwappte um ihre Beine, Sonnenlicht blitzte auf den kleinen Wellen. Sie biss sich kurz auf die Unterlippe und hob warnend einen Finger. „Denk nicht mal dran.“

Natürlich dachte ich genau daran.

„Du hast angefangen“, sagte ich.

„Mit Wasserspritzen. Das ist etwas völlig anderes.“

„Nicht in meiner Welt.“

Sie drehte sich halb weg, wohl um auszuweichen, und genau in dem Moment fasste ich wieder an ihre Seiten. Diesmal länger. Meine Finger glitten beidseitig über ihre nassen Rippen, nur leicht, aber gezielt.

Mara brach sofort in helles Lachen aus, krümmte sich und schlug mir gegen die Unterarme. „Nein, hör auf! Hör auf, hör auf!“

Ich ließ sie nach zwei Sekunden los. „Wow.“

Sie atmete schnell und strich sich das nasse Haar aus dem Gesicht. Ihre Wangen waren gerötet, und sie sah mich an, als wäre sie halb empört und halb amüsiert. „Das war unfair.“

„Wieso?“

„Weil du jetzt genau weißt, wo.“

„Stimmt.“

„Das hättest du nicht herausfinden dürfen.“

„Zu spät.“

Sie machte einen Ausfallschritt, als wollte sie flüchten, aber im Wasser war sie langsamer als sonst. Ich bekam sie locker zu fassen. Nicht grob, nur sicher. Eine Hand an ihrem Oberarm, die andere an ihrer Taille. Sie lachte schon, bevor ich überhaupt wieder kitzelte, als wüsste ihr Körper längst, was kam.

„Nicht die Seiten“, sagte sie und schüttelte den Kopf. „Bitte nicht die Seiten.“

„Gerade deshalb.“

Ich bearbeitete ihre Seiten diesmal mit beiden Händen, abwechselnd, schnell und leicht. Mara warf den Kopf zurück und lachte laut auf. Sie wand sich in meinem Griff, drehte sich nach links, dann nach rechts, stieß mit den Händen gegen meine Schultern und versuchte vergeblich, meine Finger wegzuschieben.

„Du bist schrecklich!“, keuchte sie.

„Und du bist extrem kitzlig.“

„Nein—ah! Doch, aber hör trotzdem auf!“

Ich ließ kurz locker, nur um sie durchatmen zu lassen. Sie stand vor mir, atemlos, die Lippen geöffnet, die Augen schmal vor Lachen und Empörung. Wasser perlte über ihre Schultern und lief an ihrem Bauch hinunter.

„Wir sind noch nicht fertig“, sagte ich.

„Oh doch.“

Sie wollte an mir vorbei, aber ich fing sie wieder ab und zog sie ein Stück näher zu mir. Jetzt standen wir so dicht beieinander, dass ich ihren schnellen Atem spüren konnte. Für einen Moment hielt sie still. Ihr Blick traf meinen. Da war immer noch dieses spielerische Funkeln, aber jetzt gemischt mit einer vorsichtigen Spannung.

„Nur wenn du nett bist“, sagte ich.

„Ich bin immer nett.“

„Lüge.“

„Beweis es.“

Also tat ich es.

Meine Hände wanderten tiefer, an ihre Taille und dann seitlich bis knapp über ihre Hüften, wo ich ihren Po durch den nassen Stoff des Bikinis spürte. Ich zögerte einen Augenblick, sah sie an, und sie grinste trotzig, als wollte sie mich herausfordern, obwohl sie ahnte, was passierte.

Dann kitzelte ich sie dort.

Mara quietschte regelrecht auf. Ihr ganzer Körper machte einen Satz nach vorn, und sie vergrub das Gesicht für einen Moment fast an meiner Schulter, weil ihre Beine unter ihr nachgaben. „Nein! Nicht da auch!“

„Auch? Interessant.“

„Du bist unmöglich!“ Sie lachte wieder los, diesmal noch heftiger, als ich mit kurzen, federnden Bewegungen an den Seiten ihres Pos weiterkitzelte. Sie versuchte sich aus meinem Griff zu drehen, doch jede Ausweichbewegung brachte sie nur in eine neue schlechte Position. Ihre Hände packten meine Unterarme, ihre Schultern zuckten, und dieses unkontrollierte Lachen wurde immer wieder von kleinen Atempausen unterbrochen, in denen sie versuchte, irgendetwas Vernünftiges zu sagen.

„Ich—ich hasse dich—nein, nicht wirklich—aber hör auf!“

„Sehr überzeugend.“

„Du weißt, was ich meine!“

„Im Moment vor allem, dass du verloren hast.“

Sie stöhnte auf, lachte weiter und schlug mir wieder leicht gegen die Schulter. Das hatte längst nichts mehr mit echter Gegenwehr zu tun. Es war eher ein Reflex, ein zappelndes Eingeständnis völliger Unterlegenheit.

Wieder gönnte ich ihr eine Pause.

„Ausreden?“, fragte ich.

Sie strich sich über das Gesicht und schnappte nach Luft. „Ja. Viele. Vor allem, dass du gemein bist.“

„Sonst noch was?“

„Ja.“ Sie hob ein Bein ein wenig aus dem Wasser. „Dass du auf keinen Fall meine Füße anfassen wirst.“

Ich sah hinunter.

Ihre nackten Füße standen auf den hellen Fliesen des Beckenbodens, leicht angehoben, als hätte schon meine bloße Aufmerksamkeit sie nervös gemacht. Ihre Zehen krümmten sich unwillkürlich.

Ich sah wieder zu ihr hoch. „Jetzt hast du mir eine dritte Schwachstelle verraten.“

„Nein, habe ich nicht. Das war nur eine allgemeine Bemerkung.“

„Mara.“

„Nein.“

Ich lachte. „Doch.“

Bevor sie ausweichen konnte, legte ich eine Hand an ihren Knöchel und hob ihren Fuß ein Stück aus dem Wasser. Sofort versteifte sie sich.

„Nein, nein, nein“, sagte sie viel zu schnell.

„Nur ein Test.“

„Es gibt keinen Test!“

Mit den Fingerspitzen strich ich einmal langsam über ihre nasse Sohle.

Mara explodierte förmlich vor Lachen. Ihr freier Fuß platschte ins Wasser, sie klammerte sich an meine Schultern, und ihr gehobenes Bein zuckte so heftig, dass ich es fester halten musste, ohne ihr weh zu tun. „Nein! Das ist am schlimmsten!“

„Noch schlimmer als die Seiten?“

„Viel schlimmer! Bitte, bitte, bitte!“

Natürlich machte ich weiter. Nicht pausenlos, sondern in kurzen Wellen. Ein paar flinke Striche über die Fußsohle, ein Kitzeln unter den Zehen, dann wieder ein kurzes Innehalten. Jede Runde ließ sie neu zusammenbrechen. Sie lachte so sehr, dass sie kaum stehen konnte, also zog ich sie näher an mich, während ich einen Fuß nach dem anderen erwischte.

„Du bist grausam!“, keuchte sie.

„Du hast mich provoziert.“

„Das war doch nur Spaß!“

„Das hier auch.“

„Für dich vielleicht!“

Ihre Worte gingen wieder in Lachen unter, als ich mit zwei Fingern leicht über die Mitte ihrer Sohle krabbelte. Sie versuchte, den Fuß wegzureißen, aber genau dieses hektische Zucken machte sie nur noch anfälliger. Ihr Kopf sank kurz gegen meine Brust, und ich merkte, wie erschöpft sie langsam wurde.

Also hörte ich auf.

Sofort.

Ich stellte ihren Fuß vorsichtig zurück ins Wasser und hielt sie noch einen Moment fest, bis sie sicher stand. Mara lehnte an mir, rang nach Atem und schob sich das Haar aus dem Gesicht. Ihre Wangen glühten. Auf ihren Lippen lag noch immer ein Rest Lachen.

„Du…“, brachte sie schließlich hervor, „bist wirklich das Letzte.“

„Danke.“

Sie hob den Kopf und sah mich an. Dann musste sie trotz allem wieder grinsen. „Ich meinte das nicht nett.“

„Klang aber fast so.“

„Bild dir nichts ein.“

Ein paar Sekunden standen wir einfach nur da, mitten im warmen Wasser, um uns herum das Freibadgeräusch des Nachmittags. Dann piekste sie mir plötzlich in die Seite.

Ich zuckte.

Sie riss die Augen auf. „Moment mal.“

Zu spät. Ihr Grinsen wurde breit und gefährlich.

„Oh“, sagte sie. „Jetzt sind wir quitt.“

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