Die Frau aus dem Berghotel und der junge Gast

✍️ Maja
"In einem stillen Hotel in den Bergen entdeckt ein junger Gast, wie spielerisch und gnadenlos eine charmante Frau seine kitzligsten Stellen findet."
Gefesselt:Nein

Das Berghotel lag hoch über dem Tal, dort, wo die Luft klarer war und der Abend schneller hereinbrach als unten im Ort. Schon am späten Nachmittag hatten sich Nebelfetzen zwischen die dunklen Tannen geschoben, und jetzt, da es draußen dämmerte, spiegelten sich nur noch warme Lichtinseln in den Fenstern des alten Hauses. Drinnen knisterte irgendwo ein Kamin, und über den Flur zog der Duft von Holz, frischer Wäsche und einem Hauch Kräuteröl.

Niklas stand am Fenster seines Hotelzimmers und sah hinaus auf die Hänge, die langsam im Blau der Abendstunde verschwanden. Er war achtzehn, gerade alt genug, um allein zu verreisen, und zum ersten Mal ohne Eltern oder Freunde unterwegs. Eigentlich hatte er sich auf Ruhe gefreut. Wandern, lesen, früh schlafen. Stattdessen war ihm seit dem Nachmittag eine Begegnung nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

An der Rezeption hatte ihn Clara empfangen.

Sie war vielleicht Ende zwanzig, trug das dunkle Haar locker hochgesteckt und hatte diese ruhige, sichere Art, die sofort den ganzen Raum füllte, ohne laut zu sein. Ihr Lächeln war freundlich gewesen, aber in ihren Augen hatte etwas Spielerisches gelegen. Etwas, das Niklas schon beim Einchecken nervös gemacht hatte.

Später hatte sie ihn im Speisesaal wiedererkannt. Dann noch einmal auf der Terrasse. Und nun hatte sie ihm, als er eben den Schlüssel geholt hatte, mit einem kaum merklichen Schmunzeln gesagt, sie würde ihm noch eine Flasche Kräuteröl bringen, „für verspannte Muskeln nach der Bergluft“.

Es klopfte.

Niklas drehte sich um. „Ja?“

Clara trat ein, eine kleine Flasche in der einen Hand, in der anderen ein frisches Handtuch. Sie hatte ihre Arbeitsschürze abgelegt und trug nun nur noch eine schlichte dunkle Bluse und eine weiche Stoffhose. Das machte sie weniger offiziell, aber seltsamerweise noch präsenter.

„Ich hoffe, ich störe nicht“, sagte sie.

„Nein.“

„Gut.“ Sie legte Handtuch und Öl auf den kleinen Tisch beim Bett und sah sich kurz im Zimmer um. „Schön hier oben, oder?“

„Ja“, sagte Niklas. „Ein bisschen still vielleicht.“

„Still kann gefährlich sein“, erwiderte sie.

Er lächelte unsicher. „Wieso das?“

„Weil man dann jede Reaktion viel besser hört.“

Niklas merkte sofort, wie ihm warm wurde. Clara schien es zu bemerken. Sie trat näher, langsam genug, dass er jederzeit hätte ausweichen können.

„Du wirkst angespannt“, sagte sie.

„Ein bisschen.“

„Darf ich?“

Sie hob die Hand, wartete einen Moment, und als er nickte, strich sie ihm leicht über den Unterarm. Nur eine harmlose Berührung. Dann nahm sie seine Hand in beide ihre Hände und drehte sie mit ruhiger Selbstverständlichkeit um, sodass seine Handfläche nach oben zeigte.

„Von all dem Wandern?“

„Vielleicht“, murmelte er.

Ihre Finger fuhren sanft über seine Handfläche, in langsamen Linien vom Handgelenk bis zu den Fingern. Das war an sich schon ungewohnt genug. Doch dann begann sie, mit den Fingerspitzen kleine kreisende Bewegungen in der Mitte seiner Hand zu machen, federleicht, beinahe neckend.

Niklas zuckte sofort.

Clara hob den Blick. „Oh?“

„Das war nichts.“

„Sicher?“

Sie machte es wieder. Diesmal etwas langsamer. Ihre Nägel kratzten nicht, sie streiften nur ganz fein über die empfindliche Haut der Handfläche. Ein kurzes, verräterisches Lachen entwich ihm.

„Aha“, sagte sie leise.

„Das zählt nicht“, murmelte Niklas.

„Natürlich zählt es.“

Sie hielt seine Hand weiter fest, sanft, aber sicher, und zeichnete mit dem Daumen Linien über die empfindliche Mitte der Handfläche, während die Fingerspitzen der anderen Hand zwischen seinen Fingern entlangstrichen. Es war so gezielt, so überraschend kitzlig, dass er schon nach wenigen Sekunden den Kopf schüttelte und grinsen musste.

„Du bist gemein.“

„Nein“, sagte Clara. „Nur aufmerksam.“

Sie ließ ihn kurz los und nahm die kleine Flasche. Als sie den Verschluss öffnete, stieg ein warmer Duft von Rosmarin und Bergkräutern auf. Sie gab einen Tropfen Öl auf seine Handfläche und verrieb ihn langsam. Die Haut glänzte nun leicht, und jede weitere Berührung wurde intensiver.

„Das ist unfair“, sagte Niklas sofort.

„Wieso?“

„Weil es jetzt schlimmer wird.“

„Dann weißt du also schon, was kommt.“

Sie lächelte und strich mit zwei Fingern langsam über die eingeölte Handfläche. Niklas prustete los und versuchte reflexhaft, die Hand wegzuziehen, aber Clara hielt sein Handgelenk ruhig fest. Nicht grob. Nur bestimmt.

„So empfindlich“, murmelte sie. „Und wir haben gerade erst angefangen.“

Sie führte ihn zum Bett, ließ ihn sich setzen und setzte sich halb neben, halb vor ihn. Draußen schlug der Wind gegen das Fenster. Drinnen schien der Raum mit jeder Minute kleiner und wärmer zu werden.

„Noch immer okay?“ fragte sie.

„Ja“, sagte er, ein wenig atemlos.

„Gut.“

Sie stellte das Öl beiseite und ließ ihre Hände nun über seine Seiten wandern. Erst nur über den Stoff seines Shirts. Prüfend. Langsam. Dann schob sie mit einem fragenden Blick den Saum etwas höher. Niklas nickte wieder, und sie zog das Shirt gerade weit genug hinauf, dass sein Bauch frei lag.

Clara musterte ihn kurz, nicht gierig, sondern mit sichtlichem Vergnügen an seiner Nervosität. „Du spannst ja jetzt schon die Muskeln an.“

„Vielleicht, weil ich dir nicht traue.“

„Sehr klug.“

Dann setzten ihre Finger an den Seiten an.

Nur ein leichtes Krabbeln, links und rechts zugleich, direkt dort, wo Bauch und Taille ineinander übergingen. Niklas lachte sofort auf und ruckte nach hinten. Clara folgte ihm ohne Mühe. Ihre Hände kribbelten über seine Seiten, mal höher, mal tiefer, mal in kurzen schnellen Bewegungen, mal nur andeutend. Gerade dieses Wechselspiel machte es so schlimm.

„Nicht die Seiten“, keuchte er.

„Warum nicht?“

„Weil— ah! —weil das schlimm ist!“

„Genau deshalb.“

Ihre Finger glitten weiter über seinen Bauch, zeichneten kleine Kreise um seinen Nabel, nur um ihn dann plötzlich direkt am Rand des Bauchnabels zu reizen. Niklas riss hörbar die Luft ein. Er zuckte so heftig, dass das Bett unter ihm knarrte.

Clara lachte leise. „Da also auch.“

„Besonders da“, gab er unfreiwillig zu.

„Gut zu wissen.“

Nun nahm sie sich Zeit. Ein Finger kreiste langsam um seinen Bauchnabel, während die andere Hand ihn an den Seiten kitzelte. Dann wechselte sie. Mal nur ein kurzes Antippen, mal eine flatternde Berührung knapp über dem Nabel, mal beide Hände gleichzeitig. Niklas konnte kaum stillsitzen. Er stützte sich mit den Händen hinter sich ab, lachte, wand sich und versuchte, die Bauchmuskeln so fest anzuspannen, dass sie nichts ausrichten konnte. Es half überhaupt nicht.

„Du bist sehr ausdrucksstark“, sagte Clara.

„Und du hörst nicht auf.“

„Noch nicht.“

Schließlich drückte sie ihn mit sanfter Bestimmtheit weiter zurück auf das Bett und zog ein schmales Kissen unter seinen Rücken, sodass er halb lag. Dann griff sie nach seinen Armen und hob sie leicht an.

„Warte“, sagte Niklas sofort. „Nicht die Achseln.“

Clara hob nur die Brauen. „Du verrätst mir heute wirklich alles.“

„Ich wollte dich nur warnen.“

„Zu spät.“

Ihre Finger strichen von den Seiten nach oben, direkt in die Achselhöhlen. Nicht hart, eher in schnellen, federnden Bewegungen, die ihn sofort aus dem Bett hochfahren ließen. Niklas lachte laut auf, schlug die Arme halb wieder herunter, doch Clara war schnell genug, um ihn mit einer Hand in Position zu halten, während die andere abwechselnd rechts und links kitzelte.

„Clara! Nein, nein, nicht da!“

„Doch, genau da.“

Er konnte sich kaum entscheiden, ob er die Arme schützen oder sich vom Bett rollen wollte. Beides misslang. Ihre Finger arbeiteten sich mit fieser Leichtigkeit in die empfindlichen Stellen, ließen kurz nach, nur um im nächsten Moment wieder zuzuschlagen. Niklas war nun endgültig ausgeliefert, sein Lachen hell und atemlos, sein ganzer Körper unter Strom.

Als sie von seinen Achseln abließ, sank er keuchend zurück und fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen.

„Du bist grausam“, murmelte er.

„Nein“, sagte Clara. „Gründlich.“

Sie griff nach etwas vom kleinen Badregal neben der Tür. Als sie zurückkam, hielt sie eine einfache Hotel-Zahnbürste in der Hand.

Niklas sah sie und schüttelte ungläubig den Kopf. „Das kann nicht dein Ernst sein.“

„Oh doch.“

„Wofür bitte braucht man die hier?“

„Nicht zum Zähneputzen.“

Sie kniete sich seitlich ans Bett und ließ die Zahnbürste erst nur über seinen Unterarm streichen. Die Borsten waren weich, aber sie reichten vollkommen, um ihm eine Gänsehaut über die Haut zu treiben. Dann wanderte sie tiefer, über die Seiten des Bauchs, einmal knapp am Nabel vorbei. Niklas biss sich auf die Lippe und lachte schon wieder.

„Das ist schlimmer als Finger“, sagte er.

„Ich weiß.“

Mit der Bürste fuhr sie langsam an seinen Seiten entlang, zog kurze Linien über seinen Bauch und ließ die Borsten schließlich direkt um den Bauchnabel kreisen. Niklas wand sich unter ihr. Gerade diese feine, präzise Reizung machte ihn hilflos. Es war zu leicht, zu genau, zu viel.

„Bitte nicht in den Nabel—“

Natürlich strich die Zahnbürste im nächsten Moment genau dort entlang.

Niklas brach fast zusammen vor Lachen. „Clara!“

Sie grinste nur und ließ die Borsten ein weiteres Mal neckend kreisen, bevor sie tiefer wanderte. Über seine Hüften. Dann, mit einer spürbar herausfordernden Pause, über die Rückseite seiner Shorts, genau dort, wo der Stoff den Po umspannte.

Niklas hob sofort den Kopf. „Oh nein.“

„Oh doch.“

Er versuchte, sich umzudrehen, doch Clara war schneller. Mit der freien Hand hielt sie ihn an der Hüfte, während die Zahnbürste in kleinen, schnellen Bewegungen über die Rundung seines Pos strich. Erst links, dann rechts, dann mitten über die empfindlichste Stelle des Stoffes. Niklas lachte nun so überrascht und heftig, als hätte er selbst nicht gewusst, wie schlimm das für ihn war.

„Nicht da! Das ist unfair!“

„Du verwendest dieses Wort heute sehr oft.“

„Weil es ständig stimmt!“

Sie ließ die Zahnbürste noch einmal über beide Seiten tanzen, gerade lange genug, um ihn völlig aus der Fassung zu bringen, dann legte sie sie beiseite.

„Und jetzt“, sagte Clara ruhig, „die Füße.“

Niklas stöhnte auf und ließ den Kopf aufs Kissen fallen. „Natürlich.“

Sie setzte sich ans Fußende. Seine Socken hatte er längst ausgezogen, die nackten Füße lagen bereits verräterisch offen vor ihr. Clara nahm einen Fuß in die Hand und strich zuerst nur mit dem Daumen über die Sohle. Niklas zuckte sofort.

„So schlimm?“

„Ja.“

„Dann machen wir langsam.“

Das tat sie nicht wirklich. Erst krabbelten ihre Finger über den Ballen, dann über den Fußbogen, dann leicht unter die Zehen. Niklas bäumte sich auf, lachte laut und versuchte, den Fuß wegzuziehen. Clara hielt ihn sicher fest und begann nun, mit beiden Händen abwechselnd an beiden Füßen zu arbeiten. Ihre Nägel strichen hauchzart über die Fersen, die Fingerspitzen kribbelten über die Sohlen, und jedes Mal, wenn sie unter die Zehen kam, verlor Niklas vollends die Kontrolle.

„Clara, bitte!“

„Bitte was?“

„Nicht so— ah!“

„Nicht so gründlich?“

„Genau so! Nein, ich meine das Gegenteil!“

Sie lachte und griff dann noch einmal nach dem Öl. Nur ein wenig. Ein paar Tropfen auf die Sohle, sanft einmassiert, bis die Haut leicht glänzte. Niklas sah dabei zu und wusste schon vorher, dass es schrecklich werden würde.

„Du grinst schon wieder“, keuchte er.

„Weil du so hübsch verzweifelt aussiehst.“

Dann glitten ihre Hände erneut über die Füße. Jetzt war jede Bewegung direkter, flüssiger, intensiver. Die Finger huschten mühelos über die empfindliche Haut, und Niklas war verloren. Er lachte, zappelte, versuchte die Knie anzuziehen und sich aus Claras Griff zu winden, doch sie hielt ihn genau genug fest, um jede Reaktion auszukosten.

Als wäre das noch nicht genug, nahm sie schließlich die Zahnbürste wieder auf und fuhr mit den Borsten ganz langsam über die eingeölten Fußsohlen.

Niklas schrie fast vor Lachen auf.

Die Bürste zog eine Linie von der Ferse bis unter die Zehen. Dann noch einmal. Dann kreiste sie an der Fußmitte, flatterte kurz unter den Zehen entlang und wechselte auf den anderen Fuß. Clara kombinierte die Zahnbürste mit den Fingern der freien Hand, sodass ein Fuß von den feinen Borsten gereizt wurde, während der andere von krabbelnden Fingern bearbeitet wurde. Niklas lachte inzwischen so hemmungslos, dass ihm die Tränen in den Augen standen.

„Ich kann nicht mehr“, japste er.

Clara beobachtete ihn einen Moment, dann ließ sie sofort ab.

Stille breitete sich aus. Nur sein schwerer Atem war zu hören, dazu der Wind draußen und das leise Knistern der Heizung. Niklas lag völlig erledigt auf dem Bett, die Haare durcheinander, die Wangen rot, die Füße noch zuckend von den Nachbeben.

Clara legte Zahnbürste und Öl beiseite, nahm das Handtuch und strich ihm sanft über die Fußsohlen, dann über den Bauch, um das restliche Öl aufzunehmen. Danach setzte sie sich neben ihn und schob ihm eine Wasserflasche hin.

„Alles gut?“ fragte sie.

Er nickte langsam und musste trotz allem grinsen. „Ich glaube, mein ganzer Körper summt.“

„Das war der Plan.“

„Du hast eindeutig zu viel Übung.“

„Vielleicht“, sagte sie.

Niklas drehte den Kopf zu ihr. „War das für dich gerade genauso lustig, wie es aussah?“

Clara lächelte. „Mehr.“

Er schnaubte müde. Dann, nach einem kurzen Schweigen, sagte er: „Trotzdem schön.“

Etwas Weiches glitt über ihren Blick. „Ja“, sagte sie leise. „Trotzdem schön.“

Draußen lagen die Berge dunkel und ruhig unter dem Nachthimmel. Drinnen saßen sie auf dem Bett in einem warmen Hotelzimmer, zwischen zerknitterter Bettdecke, Kräuterduft und dem leisen Nachzittern eines Spiels, das beide nicht so schnell vergessen würden.

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