Nach Feierabend im geparkten Wagen

✍️ Klaus
"Ein harmloser Heimweg kippt in ein abgesprochenes Spiel, als mein Chef mich im Auto mit Krawatte, Händen und Bürste gnadenlos testet."
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Als ich an diesem Abend auf den Beifahrersitz glitt, roch das Auto bereits nach Leder, kühler Nachtluft und dem dezenten, sauberen Parfüm meines Chefs. Die Tiefgarage lag halb im Schatten. Über uns summten die Neonröhren. Ihr blasses Licht spiegelte sich in der Windschutzscheibe und zog matte Streifen über das Armaturenbrett. Der Motor war noch aus. Nur das leise Ticken des abkühlenden Metalls war zu hören.

Ich schlug die Tür zu und legte meine Tasche zwischen meine Füße. Mein Herz ging schneller als sonst. Nicht, weil etwas Unvorhergesehenes passieren sollte. Im Gegenteil. Gerade weil wir vor einer Stunde im Büro ganz nüchtern darüber gesprochen hatten.

„Nur wenn du es wirklich willst“, hatte Herr Kramer gesagt, nachdem alle anderen längst gegangen waren.

Im Büro nannte ich ihn selbstverständlich nicht beim Vornamen. Außerhalb auch kaum. Er war mein Chef, Anfang vierzig, kontrolliert, geschniegelt, mit dieser ruhigen Stimme, die selbst einfache Sätze wie Anweisungen klingen ließ. Ich war der Jüngere von uns beiden, erst seit einem Jahr in der Firma, ehrgeizig, ordentlich, und in seiner Nähe meistens etwas zu aufmerksam auf jede kleine Bewegung. In den letzten Wochen war aus unseren spöttischen Bemerkungen nach langen Arbeitstagen ein Spiel geworden. Erst Worte, dann Andeutungen, dann klare Absprachen.

Er hatte nichts gedrängt. Gerade deshalb hatte ich Ja gesagt.

„Nur wenn ich jederzeit Stopp sagen kann“, hatte ich geantwortet.

„Selbstverständlich.“

„Und keine Spielchen damit.“

„Kein einziges.“

„Und wenn es im Auto zu eng oder zu viel wird, hören wir auf.“

Er hatte mich nur angesehen, ruhig, sachlich, fast streng. „Dann hören wir auf.“

Jetzt saß ich also neben ihm. Nach Feierabend. In seiner dunklen Limousine. Allein mit ihm in einer fast leeren Tiefgarage.

Herr Kramer stieg auf der Fahrerseite ein, zog die Tür hinter sich zu und warf einen kurzen Blick zu mir herüber. Im Halbdunkel wirkte sein Gesicht noch schärfer geschnitten als sonst. Die Ärmel seines Hemdes hatte er aufgekrempelt. Die Krawatte hing locker um seinen Hals.

„Letzte Gelegenheit, es dir anders zu überlegen“, sagte er.

Meine Hände lagen still auf meinen Oberschenkeln, aber in mir zitterte längst alles. „Nein.“

„Sicher?“

Ich nickte. „Ja.“

Er ließ sich einen Moment Zeit. Allein dieses kurze Schweigen machte mich nervös. Dann zog er langsam die Krawatte ab, strich sie glatt und legte sie zwischen uns auf die Mittelkonsole.

„Du sitzt schon sehr geschniegelt da“, murmelte er. „Fast so, als würdest du zu einem Bewerbungsgespräch fahren.“

„Vielleicht möchte ich einen guten Eindruck machen.“

Er lächelte nur ein wenig. Dieses knappe, kontrollierte Lächeln war fast schlimmer als ein breites Grinsen. „Das tust du.“

Dann beugte er sich zu mir herüber. Nicht hastig. Nicht überraschend. Langsam genug, dass ich jeder Bewegung folgen konnte. Er nahm mein linkes Handgelenk, dann das rechte, zog beide nach vorne und wickelte die Krawatte darum. Fest genug, dass ich sie spürte, locker genug, dass nichts einschnitt. Danach knotete er das andere Ende an den Haltegriff über der Beifahrertür. Meine Arme waren dadurch schräg nach oben geführt. Keine völlig hilflose Position, aber eine, die mir klar zeigte, dass er die Lage kontrollierte.

Ich testete die Spannung vorsichtig. Sie hielt.

„Zu fest?“, fragte er.

„Nein.“

„Gut.“

Der Innenraum des Autos kam mir plötzlich kleiner vor. Die Scheiben waren beschlagen von der feuchten Abendluft draußen. Das matte Licht aus der Garage machte alles intim und unwirklich. Ich hörte mein eigenes Atmen viel deutlicher als sonst.

Herr Kramer lehnte sich in seinen Sitz zurück und betrachtete mich kurz. Nicht gierig. Eher prüfend. Als würde er feststellen, wie angespannt ich schon war.

„Du bist nervös“, sagte er.

„Ein bisschen.“

„Nur ein bisschen?“

Ich schluckte. „Vielleicht mehr.“

Er hob eine Braue. „Ehrlichkeit steht dir.“

Ich wollte etwas Schlagfertiges erwidern, doch im selben Moment streifte seine Hand meine rechte Seite. Nur ganz kurz. Mehr ein Test als ein richtiger Angriff. Trotzdem zuckte ich zusammen, als hätte er einen Schalter betätigt.

Sein Blick wurde sofort wacher. „Da also.“

„Das war unfair“, sagte ich und merkte selbst, wie dünn meine Stimme klang.

„Nein. Das war aufschlussreich.“

Er beugte sich wieder zu mir. Seine Finger glitten diesmal gezielter an meiner Seite entlang, knapp über der Hüfte, dann höher in Richtung Rippen. Ich sog scharf die Luft ein und presste sofort die Lippen aufeinander. Eine Sekunde lang hielt ich durch. Dann wanderte seine Hand nach vorn über meinen Bauch, und das erste unkontrollierte Lachen platzte aus mir heraus.

Es war nicht einmal laut. Eher ein verräterisches Aufprusten. Aber es genügte.

„Oh“, sagte er leise. „Du reagierst schnell.“

„Tun Sie nicht so zufrieden.“

„Warum sollte ich nicht?“

Seine rechte Hand blieb an meinem Bauch. Nicht flach, sondern mit den Fingerspitzen, die in kleinen, kaum berechenbaren Bewegungen über die empfindliche Haut unter meinem Hemd wanderten. Mit der linken packte er den Saum und zog das Hemd ein Stück hoch. Kühle Luft strich über meinen Bauch. Gleich danach folgten wieder seine Finger, nun direkt auf der Haut.

Ich zuckte gegen die Krawatte an, die meine Handgelenke hielt, und lachte deutlich hörbarer. Mein Bauch war schon immer heikel gewesen. Zu heikel. Besonders, wenn jemand sich Zeit ließ.

Und Herr Kramer ließ sich Zeit.

Er kreiste mit zwei Fingern um meinen Nabel, langsam, fast geduldig. Jedes Mal, wenn ich dachte, er würde direkt in die Mitte gehen, zog er die Hand wieder zurück und strich stattdessen quer über meinen Bauch. Das war fies. Bewusst fies. Diese Art von Kontrolle passte so perfekt zu ihm, dass mir davon noch heißer wurde.

„Bitte nicht so langsam“, brachte ich zwischen zwei Lachstößen heraus.

„Interessant“, sagte er. „Langsam ist also schlimmer.“

„Sie wissen genau, dass das schlimm ist.“

„Ja.“

Dann tippte er direkt an meinen Nabel.

Ich riss den Kopf zurück und lachte laut auf. So laut, dass es in dem engen Wagen fast von den Scheiben zurückgeworfen wurde. Mein Bauch zog sich reflexartig zusammen. Ich versuchte, die Knie enger aneinanderzupressen, mich wegzudrehen, irgendetwas. Aber zwischen Tür, Sitz und Krawatte gab es kaum Spielraum.

„Herr Kramer—“

„Ja?“

„Das ist gemein.“

„Das war der Sinn der Übung.“

Wieder tanzten seine Finger über meinen Bauch, jetzt schneller, über Kreuz, manchmal nur mit den Nägeln angedeutet, dann wieder mit den Fingerkuppen. Ich spürte jede Linie, jede kleine, kribbelnde Bewegung. Das Lachen schüttelte mich inzwischen richtig durch. Meine Schultern spannten sich an. Mein Kopf lehnte gegen die Scheibe. Ich war viel zu bewusst in meinem eigenen Körper, in jeder Atembewegung, in jedem Zucken.

Dann nahm er plötzlich die Hand weg.

Ich japste nach Luft.

„Noch gut?“, fragte er.

„Ja“, sagte ich sofort, obwohl mein Gesicht brannte. „Ja. Aber Sie genießen das viel zu sehr.“

„Sicher.“

Er ließ seinen Blick langsam über mich gleiten, dann zuckte er kaum merklich mit dem Mundwinkel. „Ich habe den Eindruck, dein Bauch ist nur der Anfang.“

Bevor ich fragen konnte, was er meinte, legte er die Hand an meine Flanke und schob mich leicht zur Fahrertür hinüber. Dann glitt seine andere Hand hinter meinen Rücken. Erst dachte ich, er wolle mich nur stützen. Im nächsten Augenblick spürte ich seine Finger jedoch zwischen meinen Schulterblättern.

Ich zuckte heftig.

Er hielt kurz inne. „Auch der Rücken?“

Ich lachte nervös. „Offenbar.“

„Das gefällt mir.“

„Natürlich tut es das.“

Er zog mein Hemd am unteren Rücken etwas hoch und ließ seine Finger über die nackte Haut wandern. Nicht mittig an der Wirbelsäule entlang, sondern seitlich davon, dort, wo ich mich am wenigsten darauf vorbereiten konnte. Kleine krabbelnde Bewegungen, dann ein leichtes Streichen nach oben, dann wieder hinunter. In einem Bett hätte ich mich wahrscheinlich auf den Bauch gerollt. Hier im Auto konnte ich nur mit den Schultern gegen den Sitz drücken und hilflos lachen.

Es war ein merkwürdiges Gefühl: der kühle Lederbezug in meinem Rücken, seine warme Hand darunter, die enge Kabine, das Echo meines Lachens, sein ruhiger Atem, während meiner längst durcheinandergeriet.

„Du windest dich wie auf einem Haken“, murmelte er.

„Dann hören Sie auf.“

„Das klang nicht überzeugend.“

Verdammt, es klang wirklich nicht überzeugend. Vielleicht, weil ich trotz allem spürte, wie aufmerksam er blieb. Zwischen den Angriffen sah er mich immer wieder an, prüfte, ob ich noch dabei war, ob das Lachen nicht kippte, ob es noch Spiel und nicht Überforderung war. Gerade das machte es so leicht, die Spannung auszuhalten.

Dann wanderte seine Hand höher.

Ich wusste sofort, wohin.

„Nein“, sagte ich und zog instinktiv die Ellbogen an, soweit die Krawatte es erlaubte. „Nicht die Achseln.“

Er wurde still. „Also doch die Achseln.“

„Das war keine Einladung.“

„Nein“, sagte er gelassen. „Aber eine wertvolle Information.“

Seine Finger glitten erst über den Stoff meines Hemdes, knapp unter meiner rechten Achsel. Schon das reichte, um mir ein nervöses Kichern zu entlocken. Ich schüttelte den Kopf. Mein Puls war inzwischen so schnell, dass ich ihn in den Schläfen spürte.

„Bitte nicht“, sagte ich, diesmal deutlich schwächer.

„Zu viel?“

Ich hielt kurz inne, prüfte mich selbst. „Noch nicht.“

„Gut.“

Er knöpfte die oberen Knöpfe meines Hemdes weiter auf, schob den Stoff an der Seite etwas weg und drang mit zwei Fingern direkt in die empfindliche Mulde unter meinem Arm vor.

Ich verlor augenblicklich jede Fassung.

Das Lachen schoss aus mir heraus, hoch und vollkommen unkontrolliert. Ich riss an der Krawatte, wand den Oberkörper, versuchte die Achsel zu schließen, doch er kannte sich mit jedem dieser Reflexe aus. Sobald ich mich auf eine Seite warf, wechselte er die Stelle, mal nur leicht, mal mit schnellen kleinen Kratzbewegungen, dann wieder tief und kreisend direkt in die empfindlichste Mulde.

„Herr Kramer! Nein— bitte—“

„Bitte was?“

„Nicht da, nicht da!“

„Sehr überzeugend“, sagte er trocken und machte genau dort weiter.

Ich lachte Tränen. Wirklich. Nicht lange, nicht außer Kontrolle, aber genug, dass meine Sicht kurz verschwamm. Das enge Auto machte alles unmittelbarer. Nichts verpuffte im Raum. Jedes Zucken stieß gegen Sitz, Tür oder Mittelkonsole. Jedes Lachen blieb zwischen uns hängen.

Nach einigen Sekunden nahm er die Hand wieder weg. Nur seine Fingerspitzen blieben warnend an meinem Oberarm liegen. Ich keuchte und versuchte, mein Atmen wieder in geordnete Bahnen zu bekommen.

„Du bist beeindruckend empfindlich“, sagte er.

„Danke für diese demütigende Analyse.“

„Gern.“

Er griff hinter seinen Sitz und zog etwas hervor, das ich im Halbdunkel erst auf den zweiten Blick erkannte: eine schlichte Kleiderbürste mit hellem Holzrücken und festen Borsten.

Mein Magen zog sich zusammen.

„Sie haben die extra mitgebracht“, sagte ich fassungslos.

„Ich war gut vorbereitet.“

„Das ist erschreckend.“

„Effizient.“

Er ließ die Bürste einmal langsam über seine Handfläche gleiten, als wollte er selbst prüfen, wie die Borsten waren. Dann sah er mich an. „Wir testen sie kurz. Du sagst sofort Bescheid, wenn es zu viel wird.“

Ich nickte, obwohl alles in mir bereits Alarm schlug.

Die erste Berührung spürte ich an meinem Bauch. Nicht fest, nur leicht, mit den Spitzen der Borsten, die in einer langsamen Linie quer über die Haut fuhren. Im selben Moment spannte sich mein ganzer Körper an. Dieses Gefühl war anders als seine Hände. Feiner. Vielschichtiger. Tausend kleine Reize auf einmal.

Ich stieß einen Laut aus, halb Lachen, halb scharfes Einatmen.

„Oh“, sagte er ruhig. „Die Bürste funktioniert.“

„Leider.“

Er führte sie noch einmal über meinen Bauch, diesmal kreisend um den Nabel herum. Ich bog mich gegen den Sitz, lachte wieder und schüttelte den Kopf, obwohl ich nirgends hin konnte. Dann wechselte er an meine Flanke und zog die Bürste in kurzen Auf-und-ab-Bewegungen an meiner Seite entlang. Jede Bewegung jagte mir eine neue Welle durch den Körper.

„Zu viel?“, fragte er.

„Nein“, log ich heldenhaft.

Er sah mich an. „Lüg mich nicht an.“

Ich lachte atemlos. „Noch nicht zu viel.“

„Besser.“

Dann schob er die Bürste hinter meinen Rücken.

Dort war es beinahe schlimmer als am Bauch. Die Borsten kratzten nicht schmerzhaft, nur gerade fest genug, um dieses unerträgliche Kribbeln auszulösen, gegen das mein Körper sich mit allen Mitteln wehren wollte. Ich presste den Kopf an die Nackenstütze und lachte so hilflos, dass ich kaum glauben konnte, wie schnell meine Selbstbeherrschung zerfiel.

„Sie sind schrecklich“, japste ich.

„Und trotzdem sitzt du noch hier.“

Darauf konnte ich nichts antworten, weil er im selben Moment wieder meine rechte Achsel erwischte, erst mit der Hand, dann, als ich schon in Gelächter aufging, ganz kurz mit der Bürste am Rand entlang.

Das war der Punkt, an dem ich fast vom Sitz rutschte.

„Stopp!“ brachte ich heraus.

Sofort war alles still.

Herr Kramer nahm die Bürste weg, ließ meine Achsel in Ruhe und legte mir stattdessen eine ruhige Hand auf den Brustkorb, nicht drückend, nur stabilisierend. „Atmen.“

Ich atmete. Zwei-, dreimal tief. Mein Lachen bebte noch in mir nach. Die Krawatte über meinen Handgelenken spannte weiterhin leicht, aber plötzlich fühlte sie sich weniger wie Ausgeliefertsein und mehr wie der Rest eines gemeinsam gebauten Rahmens an.

„Alles in Ordnung?“, fragte er.

Ich nickte und schluckte. „Ja. Ich brauchte nur eine Sekunde.“

„Nimm sie dir.“

Er wartete wirklich. Kein Nachsetzen. Kein falsches Bedauern. Nur Ruhe. Erst als ich ihn wieder ansah, hob er langsam die Hand.

„Willst du, dass ich dich losmache?“

Ich zögerte genau eine Sekunde. „Noch nicht.“

Sein Blick wurde ein wenig dunkler, interessierter. „Sicher?“

„Ja.“

„Dann nur noch kurz.“

Er griff nicht mehr zur Bürste. Stattdessen nutzte er wieder seine Hände, als hätte er verstanden, dass nach der Bürste gerade etwas Direkteres besser war. Seine Finger glitten noch einmal über meinen Bauch, dann an meine Seite, dann hinter meinen Rücken. Kein hektisches Durcheinander. Eher eine letzte, gezielte Runde. Eine Bestandsaufnahme meiner Schwachstellen.

Ich lachte wieder, aber weicher, erschöpfter, mit diesem zitternden Nachklang, der von zu vielen Reizen kam. Als seine Hand zuletzt unter meinen linken Arm fuhr und nur zwei Sekunden die Achsel kitzelte, warf ich den Kopf zurück und kapitulierte hörbar.

„Nie wieder ziehe ich nach Feierabend zu Ihnen ins Auto“, keuchte ich.

„Das glaube ich dir nicht.“

„Dann sind Sie noch arroganter, als ich dachte.“

„Auch das weißt du längst.“

Diesmal hörte er von selbst auf. Er löste den Knoten an meinen Handgelenken, strich die Krawatte glatt und legte sie wieder auf seinen Schoß. Meine Arme sanken sofort herunter. Ich rieb mir die Handgelenke, obwohl nichts daran wehtat. Es war eher ein ungläubiges Nachspüren.

Herr Kramer betrachtete mich kurz, dann reichte er mir wortlos eine Wasserflasche aus dem Getränkehalter. Ich nahm sie und trank in kleinen Schlucken. Mein Hemd stand halb offen. Mein Bauch kribbelte immer noch. Mein Rücken fühlte sich an, als hätte er die feinen Spuren jeder einzelnen Borste gespeichert.

„Du hast dich gut geschlagen“, sagte er.

Ich lachte heiser. „Das klingt wie eine Leistungsbeurteilung.“

„Berufskrankheit.“

„Und was steht drin?“

Er startete endlich den Motor. Das Armaturenbrett erwachte zum Leben, tauchte sein Gesicht in weiches blaues Licht. Dann sah er kurz zu mir herüber.

„Sehr belastbar“, sagte er. „Aber katastrophal kitzlig.“

Ich schloss die Augen und lehnte den Kopf gegen die Scheibe. Ein Restlachen schüttelte mich noch einmal. „Ich kündige.“

„Morgen früh um acht“, erwiderte er trocken und legte den Gang ein, „erwarte ich dich trotzdem pünktlich im Büro.“

Und während wir langsam aus der Tiefgarage rollten, spürte ich meinen Bauch, meinen Rücken und beide Achseln immer noch nachzittern. Vor allem aber spürte ich dieses heiße, peinlich zufriedene Wissen, dass die Heimfahrt viel zu kurz war.

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