Zwei Freunde auf dem Sofa

✍️ K.
"Ein lockerer Abend zuhause wird für zwei enge Freunde zu einem spielerischen Kräftemessen voller Lachen, Nähe und kitzliger Schwächen."
Orte:
Gefesselt:Ja

Ein lockerer Abend zuhause wird für zwei enge Freunde zu einem spielerischen Kräftemessen voller Lachen, Nähe und kitzliger Schwächen.

Geschichte
Es war bereits dunkel draußen, und gegen die Fensterscheiben der kleinen Altbauwohnung trommelte ein gleichmäßiger Frühlingsregen. Im Wohnzimmer brannte nur die Stehlampe neben dem Sofa, deren warmes Licht den Raum in weiche Schatten tauchte. Auf dem Couchtisch standen zwei halbleere Gläser, eine Schüssel mit Salzstangen und ein Teller, auf dem noch ein paar Pizzastücke lagen. Es war einer dieser Abende, an denen niemand mehr vorhatte, das Haus zu verlassen.

Jonas saß quer auf dem Sofa, ein Bein angewinkelt, den Arm über die Rückenlehne gelegt, und grinste in Richtung Fernseher, obwohl er dem Film schon längst nicht mehr richtig folgte. Viel interessanter war ohnehin Leo, der am anderen Ende des Sofas lümmelte und so tat, als sei er völlig entspannt.

Leo war ein Jahr jünger als Jonas, ebenfalls Mitte zwanzig, sportlich gebaut, mit dunklen Haaren und dem lässigen Selbstbewusstsein eines Menschen, der meistens glaubte, alles im Griff zu haben. Genau das reizte Jonas jedes Mal aufs Neue. Denn er wusste etwas, das Leo nur ungern zugab: Hinter der coolen Fassade steckte jemand, der erschreckend kitzlig war.

„Du glotzt schon wieder rüber“, sagte Leo, ohne den Blick vom Bildschirm zu nehmen.

„Du bildest dir zu viel ein.“

„Nein. Ich kenne dein Gesicht.“ Jetzt drehte Leo sich doch zu ihm um und hob eine Braue. „Das ist dein Ärger-mach-gleich-was-Dummes-Gesicht.“

Jonas lachte leise. „Frech.“

„Und korrekt.“

Einen Augenblick herrschte Stille. Dann streckte Leo sich, und dabei rutschte sein T-Shirt ein Stück nach oben. Gerade weit genug, dass ein schmaler Streifen Bauch sichtbar wurde.

Jonas bemerkte es sofort.

Leo bemerkte, dass Jonas es bemerkte.

„Wag es nicht“, sagte Leo und setzte sich gerader hin.

„Ich habe gar nichts gemacht.“

„Noch nicht.“

Jonas lächelte dieses unschuldige Lächeln, das bei Leo inzwischen eher Misstrauen als Beruhigung auslöste. Seit Schulzeiten kannten sie sich, und aus Freundschaft war über die Jahre diese besondere Vertrautheit geworden, in der sie sich ständig neckten, provozierten und herausforderten. Sie wussten beide ziemlich genau, wo die Grenzen lagen. Und sie wussten beide, wie viel Spaß es machte, dicht an diese Grenzen heranzugehen.

„Sag mal“, begann Jonas langsam, „stimmt es eigentlich, dass du immer noch so empfindlich an den Füßen bist?“

Leo stieß ein trockenes Lachen aus. „Gar nicht.“

„Aha.“

„Gar nicht“, wiederholte Leo, diesmal weniger überzeugend.

Jonas stellte sein Glas ab. „Und am Bauch?“

„Nein.“

„Oberschenkel?“

„Vergiss es.“

„Kniekehlen?“

„Jonas.“

„Was? Ich frage nur aus wissenschaftlichem Interesse.“

Leo schüttelte grinsend den Kopf. „Du bist ein Idiot.“

„Mag sein“, sagte Jonas ruhig. „Aber ich bin ein Idiot mit funktionierenden Händen.“

Leo schnaubte. „Du kriegst mich eh nicht erwischt.“

Dieser Satz hing genau einen Tick zu herausfordernd in der Luft.

Jonas reagierte blitzschnell. Er warf sich zur Seite, packte Leo an der Taille und drückte ihn tiefer ins Sofa, ehe der überhaupt richtig begriff, was geschah. Leo stieß ein überrascht-lachendes „Nein!“ aus und versuchte sofort, sich loszureißen, doch Jonas hatte sich längst in eine stabile Position gebracht.

„Du hast angefangen“, sagte Jonas.

„Ich habe gar nichts angefangen!“

„Mit dem Spruch gerade eben schon.“

Dann krabbelten seine Finger los.

Direkt über Leos Bauch, knapp oberhalb der Hüfte, schnell und zielsicher. Leo explodierte förmlich in Lachen. Sein Körper spannte sich sofort an, er wand sich unter Jonas’ Händen und versuchte, mit beiden Armen die angreifenden Finger wegzuschieben, aber Jonas war vorbereitet.

„Nein, hör auf!“, japste Leo und lachte schon viel zu heftig, als dass der Protest ernst klingen konnte.

„Gar nicht kitzlig, hm?“

„Nicht— ah! Jonas!“

Die Finger wanderten seitlich über den Bauch, mal in kleinen Kreisen, mal mit flatternden Berührungen, die Leo jedes Mal zusammenzucken ließen. Sein Kopf sank gegen die Sofalehne, und er musste lachen, obwohl er noch immer versuchte, sich tapfer zu geben.

„Du bist so schlecht im Verstecken“, sagte Jonas.

„Du bist so ein Mistkerl!“

„Auch richtig.“

Jonas ließ kurz nach. Nur kurz genug, damit Leo tief Luft holen konnte. Dann nutzte Leo die Chance und versuchte, ihn wegzuschieben. Fast hätte es funktioniert. Fast.

Aber Jonas war kräftiger, und vor allem war er gerade viel zu amüsiert, um seinen Vorteil wieder herzugeben. Er griff nach dem dunklen Schal, der über der Sessellehne hing. Leo kannte den Schal. Es war seiner.

Er sah ihn und stöhnte auf. „Nein. Nein, auf keinen Fall.“

Jonas hielt inne und sah ihn direkt an. Sein Ton wurde ruhiger. „Nur wenn du’s willst.“

Leo atmete noch immer schnell vom Lachen. Für einen Moment sahen sie sich einfach nur an. Dann schüttelte Leo grinsend den Kopf, halb ergeben, halb gespannt. „Du bist unmöglich.“

„Das ist kein Nein.“

„Das ist ein genervtes Ja.“

Jonas lächelte. „Reicht mir.“

Behutsam nahm er Leos Handgelenke zusammen und band sie mit dem Schal locker, aber sicher vor seinem Bauch fest. Nicht schmerzhaft, nicht hart, eher wie ein spielerisches Zeichen dafür, dass Leo jetzt wirklich auf seine Gnade angewiesen war. Leo testete die Fessel kurz, zog daran und schnaubte.

„Du genießt das viel zu sehr.“

„Du zappelst auch sehr dekorativ.“

„Ich hasse dich.“

„Nein“, sagte Jonas mit einem selbstzufriedenen Grinsen. „Gerade nicht.“

Er setzte sich etwas tiefer ans Sofaende und strich Leo mit den Fingerspitzen langsam über den Bauch. Nur leicht. Nur so viel, dass Leo sofort wieder die Muskeln anspannte und den Kopf zurückwarf.

„Immer noch ganz unbeeindruckt?“ fragte Jonas.

Leo presste die Lippen aufeinander.

Jonas ließ zwei Finger blitzschnell über die empfindliche Stelle direkt an der Seite des Bauchs tänzeln.

Leo brach sofort wieder in Lachen aus. „Verdammt, Jonas!“

„Da bist du also doch kitzlig.“

„Du bist nur nervig!“

„Natürlich.“

Diesmal arbeitete Jonas sich tiefer. Seine Hände glitten vom Bauch zu den Oberschenkeln, wo er zunächst nur über den Stoff der Jogginghose strich, langsam, fast prüfend. Leo zuckte schon bei der Andeutung und schloss kurz die Augen, als wüsste er genau, was jetzt kam.

„Oh nein“, murmelte er.

„Oh doch.“

Jonas drückte die Finger in kleinen, raschen Bewegungen an die Innenseite der Oberschenkel. Nicht zu hoch, nur gerade so, dass Leo explosionsartig reagierte. Er riss die Knie zusammen, soweit es ging, und bog sich lachend zur Seite.

„Nein, da nicht!“

„Da also besonders.“

„Jonas, ernsthaft!“

„Ich bin todernst.“

Mit jedem Satz kribbelten seine Hände wieder über Leos Oberschenkel. Mal links, mal rechts, mal beide Seiten gleichzeitig. Leo konnte sich wegen des Schals kaum wehren, also blieb ihm nur, sich hin und her zu werfen und zu lachen, bis ihm die Luft ausging. Seine Wangen waren längst rot, und seine Haare standen inzwischen in mehrere Richtungen ab.

„Du siehst furchtbar aus“, sagte Jonas zufrieden.

„Dann hör auf!“

„Das würde dein Problem lösen, nicht meins.“

Leo schnaubte, lachte, rang nach Atem und versuchte, Jonas mit den Knien wegzudrücken. In dem Moment rutschte er ein Stück tiefer auf dem Sofa. Jonas nutzte das sofort aus.

„Perfekt“, murmelte er.

„Was perfekt?“

„Deine Kniekehlen.“

Leo riss die Augen auf. „Nein.“

Jonas grinste nur und ließ seine Finger von hinten gegen die empfindlichen Kniekehlen tippen. Das Ergebnis war heftig. Leo zuckte so stark zusammen, dass beinahe das Kissen vom Sofa fiel. Ein hohes, völlig unkontrolliertes Lachen platzte aus ihm heraus, und er versuchte reflexartig, die Beine anzuziehen.

„Nicht da! Bitte nicht da!“

„Oh, das ist ja großartig.“

„Jonas!“

Nun nahm er sich Zeit. Seine Finger arbeiteten sich in winzigen, fiesen Bewegungen durch beide Kniekehlen, mal flatternd, mal krabbelnd, mal nur mit den Fingerspitzen antippend. Leo war völlig verloren. Sein ganzer Körper war in Bewegung, obwohl er praktisch festsaß. Er lachte mit offenem Mund, rang nach Luft und stieß immer wieder unvollständige Proteste aus, die Jonas nur noch mehr amüsierten.

„Du bist an den Kniekehlen schlimmer als am Bauch“, stellte Jonas fest.

Leo schüttelte lachend den Kopf. „Red nicht— ah! —mit mir!“

„Zu spät.“

Nach einer kleinen Pause, in der Leo nur keuchend dalag und versuchte, wieder zu Atem zu kommen, stand Jonas auf und ging zum Regal neben der Kommode. Leo hob misstrauisch den Kopf.

„Was holst du da?“

„Nichts Dramatisches.“

„Das klingt nie gut.“

Jonas drehte sich um und hielt eine Haarbürste in der Hand.

Leo stöhnte auf. „Das ist nicht dein Ernst.“

„Doch, leider sehr.“

Es war eine einfache Bürste mit weichen Borsten, harmlos anzusehen und genau deshalb verdächtig. Jonas setzte sich wieder ans Sofaende, zog Leos rechten Fuß etwas näher und ließ die Bürste erst einmal nur ganz sanft über die Socke gleiten.

Leo lachte schon davon. „Nein. Jonas, bitte.“

„Mit Socke ist es ja fast nett.“

„Du bist krank.“

Jonas strich mit der Bürste langsam über Ballen und Ferse, kreisend, neckend, und beobachtete mit sichtlichem Vergnügen, wie Leo schon bei der bloßen Vorahnung des Schlimmeren nervös wurde. Dann rollte er die Socke aus.

„Nein, nein, nein—“

Zu spät. Der nackte Fuß lag frei, und die kühle Luft allein ließ Leos Zehen zucken.

„Schöne Füße“, sagte Jonas trocken.

„Ich hasse jedes Wort, das du gerade sagst.“

„Wart’s ab.“

Die Bürste berührte die Sohle zuerst nur federleicht. Ein Strich von der Ferse bis unter die Zehen. Leo lachte sofort laut auf und zog das Bein ruckartig zurück, soweit es ging. Jonas hielt den Knöchel fest und wiederholte die Bewegung, diesmal langsamer.

Die Borsten glitten über die weiche Haut, über den Fußbogen, unter die Zehen, dann wieder zurück. Leo war jetzt vollkommen ausgeliefert. Sein Lachen wurde hektisch, zerrissen, mit diesem atemlosen Unterton, der Jonas verriet, dass er genau die richtige Stelle getroffen hatte.

„Du bist erledigt“, sagte Jonas.

„Nein! Nein, bitte, nicht mit dem Ding!“

„Mit der Bürste?“

„Ja!“

Natürlich setzte Jonas sie sofort auch am anderen Fuß ein. Mal schnell, mal langsam, mal nur tupfend an der Ferse, mal ziehend bis hoch unter die Zehen. Leo trat in die Luft, wand sich auf dem Sofa und lachte Tränen, während der Schal seine Hände nutzlos vor dem Bauch festhielt.

„Okay“, keuchte er irgendwann. „Okay, stopp kurz.“

Jonas stoppte tatsächlich. Er ließ die Bürste sinken und sah ihn aufmerksam an. „Alles gut?“

Leo atmete schwer, dann grinste er erschöpft. „Ja. Leider.“

„Leider?“

„Weil du dieses Grinsen sonst zu Recht trägst.“

„Das tue ich ohnehin.“

Leo schnaubte. „Idiot.“

„Bekannt.“

Jonas legte die Bürste beiseite und griff stattdessen nach dem kleinen Massagestab, der sonst in einer Schublade im Bad lag und den Leo nach dem Training für verspannte Waden benutzte. Das surrende Gerät war nicht laut, aber das Geräusch reichte vollkommen.

Leo erstarrte sofort. „Nein.“

„Doch.“

„Jonas, ernsthaft. Das ist unfair.“

„Du hast das Ding gekauft.“

„Nicht für sowas!“

Jonas schaltete die niedrigste Stufe ein und setzte den vibrierenden Kopf erst einmal nur an Leos Bauch, ganz seitlich. Leo zuckte so heftig, dass ihm sofort wieder das Lachen entfuhr. Die Vibration auf der empfindlichen Haut traf ihn anders als Hände oder Bürste: direkter, gleichmäßiger, unausweichlicher.

„Oh mein Gott, nein—“

Jonas führte den Massagestab langsam über den Bauch, dann ein Stück tiefer zu den Oberschenkeln. Leo bog sich unter ihm durch, so gut es ging, und konnte vor Lachen kaum noch sprechen. Jedes Mal, wenn der vibrierende Kopf die Innenseite der Oberschenkel berührte, riss es ihn förmlich mit.

„Jonas! Ich kann nicht mehr!“

„Das sagst du oft.“

„Diesmal echt!“

Jonas gönnte ihm wieder eine Pause. Nur kurz. Dann ließ er das surrende Gerät hinter die Knie wandern.

Leo war verloren.

Sobald der Massagestab die Kniekehle traf, warf Leo den Kopf zurück und lachte so laut, dass das Geräusch an den Wohnzimmerwänden widerhallte. Seine Beine zuckten unkontrolliert, die Muskeln spannten und entspannten sich hektisch, und Jonas musste ihn mit einer Hand ruhig halten, um das Gerät überhaupt gezielt einsetzen zu können.

„Du bist wahnsinnig kitzlig“, sagte Jonas halb beeindruckt, halb stolz.

Leo lachte nur noch und schüttelte verzweifelt den Kopf.

„Dann fehlt eigentlich nur noch eins“, sagte Jonas.

Leo blickte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. „Bitte nicht die Füße.“

„Natürlich die Füße.“

„Jonas…“

Der Massagestab berührte die Sohle erst am Ballen, dann in einer kleinen Linie bis zum Fußbogen. Leo schrie fast vor Lachen auf und versuchte sofort, den Fuß aus Jonas’ Griff zu reißen. Keine Chance. Das sanfte Summen des Geräts, kombiniert mit der nackten, ohnehin schon überreizten Fußsohle, war einfach zu viel.

Jonas arbeitete sich langsam über beide Füße. Unter die Zehen. Über die Mitte der Sohle. Zur Ferse. Zwischendurch hielt er kurz inne, nur um dann mit den Fingern an den anderen Fuß zu gehen oder mit der Bürste noch einen schnellen Strich hinterherzuschicken. Hände, Bürste und Massagestab wechselten sich ab, und gerade diese Mischung machte Leo völlig fertig.

Mal krabbelten Jonas’ Finger fies über die Zehenballen, mal zog die Bürste langsam über die Ferse, mal summte der Massagestab nur kurz an die empfindlichste Stelle und ließ Leo schon wieder zusammenbrechen vor Lachen.

„Du bist ein Monster“, japste Leo.

„Aber dein Lieblingsmonster.“

Leo lachte noch immer, aber ein breites, hilfloses Grinsen schob sich dazwischen. „Leider ja.“

Das traf Jonas mehr, als er erwartet hatte. Für einen Moment wurde sein Blick weicher. Er schaltete den Massagestab aus, legte ihn beiseite und strich Leo stattdessen nur noch beruhigend über die Schienbeine.

„Fertig“, sagte er.

Leo blieb noch einige Sekunden einfach liegen, keuchend, mit geschlossenen Augen und diesem völlig zerstörten, restlos durchgekitzelten Ausdruck im Gesicht. Dann öffnete er langsam wieder die Augen.

„Du hast mein ganzes Nervensystem beleidigt.“

Jonas lachte und löste den Schal von seinen Handgelenken. Dabei rieb er kurz über die Haut, wo der Stoff gelegen hatte. „Zu fest?“

„Nein“, murmelte Leo. „War okay.“

Sobald seine Hände frei waren, setzte Leo sich etwas auf, fuhr sich durchs Haar und sah Jonas mit schmalen Augen an. „Das war nicht nett.“

„Aber sehr erfolgreich.“

„Ich werde mich rächen.“

„Bestimmt.“

„Nein, wirklich. Nicht heute vielleicht. Aber bald.“

Jonas grinste. „Ich freue mich drauf.“

Leo schwieg kurz. Dann rutschte er näher, ließ sich erschöpft gegen Jonas’ Schulter sinken und atmete tief aus. „Trotzdem war’s gut.“

Jonas legte den Arm locker um ihn. „Natürlich war’s gut.“

„Sei nicht so selbstzufrieden.“

„Unmöglich.“

Sie blieben eine Weile einfach so sitzen. Draußen rauschte noch immer der Regen. Der Film lief längst weiter, unbeachtet und viel zu leise. Auf dem Tisch stand die kalte Pizza, im Raum lag das Nachbeben von Lachen und vertrauter Nähe.

Nach ein paar Minuten hob Leo den Kopf. „Sag mal.“

„Hm?“

„Wenn wir das irgendwann wieder machen…“

Jonas grinste sofort. „Wenn?“

Leo verdrehte die Augen. „Falls. Dann verstecke ich vorher die Bürste.“

„Dann nehme ich zwei.“

Leo gab ihm einen leichten Stoß gegen die Seite. „Idiot.“

Jonas lachte. „Aber du bleibst trotzdem hier.“

Leo sah ihn an, müde, gerötet und noch immer mit diesem nachzitternden Lächeln auf den Lippen. „Ja“, sagte er. „Ich bleibe trotzdem hier.“

Und so endete der Abend nicht mit dem Film, nicht mit Pizza und auch nicht mit dem Regen, sondern mit zwei Freunden auf einem Sofa, einem zerknitterten Schal auf dem Polster und dem stillen Wissen, dass manche Spiele zuhause am schönsten waren.

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